Die Kulturjournalist*innen AG zwischen Streik und Fernsehstudio: Unser Ausflug zum WDR-Landesstudio Duisburg

Die Kulturjournalist*innen AG bestehend aus Christina, Nourie, Larin, Bensu, Khansaa, Zabid, Fabian und Mary-Jane besuchte am Donnerstag, den 19.03.2026 das WDR-Landesstudio auf der Schifferstr. 92 in Duisburg.

Über ein Schulhalbjahr hinweg erhalten die Schülerinnen und Schüler der AG die Möglichkeit, Duisburg und insbesondere den Stadtteil Ruhrort als kulturellen Raum zu erkunden. Im Austausch mit lokalen Akteurinnen und Akteuren, wie etwa den Initiatorinnen und Initiatoren des Kulturort PLUS am Neumarkt sollen eigene Beiträge zur Sichtbarmachung der schulischen Umgebung entwickelt werden. Das Vorhaben verbindet künstlerische Recherche, erzählende Medienarbeit und stadtteilbezogene Dokumentation mit dem Ziel, Jugendlichen eine selbstbestimmte und kreative Stimme zu geben und ihre Perspektiven in den öffentlichen Raum zu bringen.

Das Fernsehstudio des WDRs war das erste Ausflugsziel unserer AG und ist als eins von den insgesamt elf Regionalstudios des WDRs eine wichtige mediale Anlaufstelle zur Vermittlung verschiedener gesellschaftlicher Themen. Ziel des Ausflugs war eine erste Auseinandersetzung mit journalistischer wie redaktioneller Arbeit.

Vor Ort lernten wir die unterschiedlichen Schritte der Produktion kennen, an denen Kamerateams, Journalistinnen und Journalisten, Redakteurinnen und Redakteure, Autorinnen und Autoren, Bild- und Tontechnikerinnen und Tontechniker und Moderatorinnen und Moderatoren beteiligt sind. Journalistinnen und Journalisten arbeiten nämlich häufig zusammen im Team und recherchieren, prüfen und vermitteln Informationen.

Auch wir waren an diesem Tag Teil des Teams und durften uns hinter den Kulissen ausprobieren und uns anschauen, wie Fernsehen funktioniert. Einige von uns durften sogar selbst Texte einsprechen, vor der Kamera stehen und austesten, was für unterschiedliche Kamerapositionen es gibt. So eine Fernsehkamera ist ziemlich teuer. Wusstet ihr, dass die professionellen Geräte bis zu 200.000 Euro kosten? Außerdem lernten wir, dass ein Landesstudio wichtig ist, weil es ortsbezogenen Informationen vermittelt und Städten wie Duisburg zu mehr Sichtbarkeit verhilft.

Doch da die DVG am 17.03. und 19.03. gestreikt hat, haben es einige Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule geschafft. So sagt eine der Schülerinnen und Schüler, die am Ausflug nicht teilnehmen konnte:

„Die Bahnen und Busse sind nicht gefahren und ich wollte zur Schule, konnte aber nicht.“

Doch warum wurde überhaupt gestreikt? Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des ÖPNVs wollten mehr Gehalt bekommen und sind nicht zur Arbeit gegangen, um ihrer Forderung Ausdruck zu verleihen. Streik und Journalismus sind also zwei wichtige Säulen in unserer Gesellschaft, damit Menschen sich gesehen fühlen und für ihre Bedürfnisse einstehen können.